Konzernchefs setzen auf neue Wachstumsmärkte
Chefs von internationalen Konzernen suchen Wachstum in den neuen Weltmärkten. Kostensenkung ist in dieser Phase der globalen Expansion nicht mehr die treibende Kraft, wie eine Studie von PwC im Februar 2006 zeigt.
Zwei Drittel der 1410 befragten Konzernchefs sind überzeugt, dass sich die Globalisierung in den nächsten drei Jahren positiv auf ihr Unternehmen auswirken wird.
64 Prozent der Chefs bezeichnen die Überregulierung als grösstes Hindernis für den Globalisierungsprozess. 63 Prozent sehen in den Handelsbeschränkungen das zweitgrösste Hindernis. Darauf folgen mit 57 Prozent die politische Unsicherheit und mit 56 Prozent die sozialen Themen sowie mit 48 Prozent der Terrorismus. Ganz am Ende der Liste steht mit 21 Prozent die organisierten Globalisierungsgegner.
Die Kostensenkung sei nicht mehr die zentrale Motivation für ein Unternehmen, sich global auszuweiten. In der neuen Phase der globalen Expansion konzentrieren sich die Unternehmen auf die Gewinnung und Betreuung von neuen Kunden in den wachsenden Weltmärkten. Die Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien und natürlich China (BRIC-Länder) galten einst als billige Produktionsquellen. Heute stellen sie bedeutende Wachstumsmöglichkeiten sowohl für multinationale als auch für ortsansässige Unternehmen dar. Gleichzeitig bringen diese Länder eine ganze Reihe neuer, ernstzunehmender globaler Konkurrenten hervor.
Insgesamt wurden 1410 Interviews in 45 Ländern durchgeführt. 33 Prozent der Interviews wurden in Europa durchgeführt, 13 Prozent in den Vereinigten Staaten (zusätzlich 4 Prozent in Kanada und 1 Prozent in Mexiko), 21 Prozent in Südamerika, 24 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 4 Prozent im Mittlerern Osten und in Afrika.

